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1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unserer Organisation

Name:                         Aktion ´70 Jugendhilfe im Verbund e.V.                         

Sitz:                              Berlin

Anschrift:                    Karl-Marx-Str. 131, 12043 Berlin (Geschäftsstelle)

Gründungsjahr:         1970

 

2.1. Satzung

            I.   Name und Sitz des Vereins

§ 1       Der Verein führt den Namen ‘Aktion’70 Jugendhilfe im Verbund e.V.’.  

Er hat seinen Sitz in Berlin. Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg eingetragen.

 

            II.  Zweck und Ziel

            Der Verein hat folgende Satzungsziele:

           

§ 2       Junge Menschen sollen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung gefördert wer-
            den; sie und ihre Familien sollen vor Benachteiligungen bewahrt und darin unterstützt
            werden, diese abzubauen.

 

§ 3       Sonstigen sozial benachteiligten Personen - über das Jugendalter hinaus - soll durch geeignete
Förderung die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.

 

§ 4       Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke zur Förderung
des Wohlfahrtswesen im Sinne des Abschnittes ‘Gemeinnützige Zwecke’ der Abgabeordnung  (§§ 51 ff. AO)  insbesondere des § 52 Abs. 2 Nr. 2 in der jeweils gültigen Fassung.

 

            III.  Erfüllung der Aufgaben

§ 5       Die Satzungsziele sollen durch folgende Maßnahmen erreicht werden.

Den unter §§ 2 und 3 benannten Personengruppen wird durch geeignete Angebote der Beratung, Betreuung und Bereitstellung von Sachressourcen die Möglichkeit gegeben, eine Perspektive für ihr weiteres Leben zu entwickeln sowie eine selbständige und eigenverant-wortliche Lebensgestaltung zu erlernen oder wiederherzustellen; sie und ihre Familien werden in ihrem sozialen Zusammenhalt unterstützt und gestärkt.

Begünstigte Personen müssen die Voraussetzungen des § 53 Abgabenordnung erfüllen.

§ 6       Die Anzahl der vom Verein zu unterhaltenden Einrichtungen des betreuten Jugendwohnens ist
nicht begrenzt und richtet sich nach den finanziellen und personellen Möglichkeiten des Vereins.
 

IV.  Mitgliedschaft

§ 7       Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die die Zwecke des Vereins fördert und sich
verpflichtet, einen regelmäßigen monatlichen Mitgliedsbeitrag zu zahlen.

§ 8       Der Beitritt ist schriftlich zu erklären. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

§ 9       Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluß oder Tod.

1. Der Austritt ist schriftlich bis zum 30. September mit Wirkung zum Jahresende   gegenüber dem Vorstand zu erklären.

2. Ein Ausschluß kann aus wichtigem Grund erfolgen, insbesondere dann, wenn durch     das Verhalten des Mitglieds das Ansehen des Vereins erheblich geschädigt ist. Über den Aus-schluß entscheidet der Vorstand. Das auszuschließende Mitglied erhält die Gelegenheit, inner-halb von vier Wochen eine Stellungnahme zum Ausschlußbeschluß abzugeben. Über einen Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung.

 

V.  Organe des Vereins

§ 10    Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. Die in Vorstandssitzungen und in
Mitgliedversammlungen gefassten Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und von der Versammlungsleitung zu unterzeichnen.

 

 VI.  Vorstand

§ 11     1. Der Vorstand besteht aus drei Personen, die von der Mitgliederversammlung gewählt werden.

2. Jedes Vereinsmitglied hat bei dieser Wahl drei Stimmen. Eine Stimmenhäufung ist unzulässig. In den Vorstand gewählt sind diejenigen Mitglieder, welche die meisten Stimmen auf sich vereinen.

3. Die Wahl des Vorstandes findet alle zwei Jahre statt.

4. Jedes Vorstandsmitglied kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber der Mitgliederversammlung zurücktreten.

5. Jedes Vorstandsmitglied kann jederzeit durch die Mitgliederversammlung durch Neuwahl eines anderen Mitgliedes abgelöst werden.

 

§ 12      1. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins.

2. Jeweils ein Vorstandsmitglied vertritt den Verein im Sinne des § 26 BGB.

3.Der Vorstand bestellt für die Geschäfte der laufenden Verwaltung und Personalangelegenheiten eine oder mehrere GeschäftsführerInnen als besonderen Vertreter im Sinne des § 30 BGB.

Neben dem Vorstand vertreten die Geschäftsführerinnen jeweils ihren Projektbereich. Die GeschäftsführerInnen vertreten sich gleichberechtigt untereinander.

4.  Bei längerer Abwesenheit eines Vorstandesmitgliedes kann der Vorstand aus dem Kreis der Mitglieder eine/n VertreterIn berufen. Nach drei Monaten muß die Mitgliederversammlung die Vertretungsperson mit einfacher Mehrheit bestätigen.

 

VII.  Mitgliederversammlung

§ 13    1. Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet ein Mal im Jahr statt. Sie wird vom Vorstand einberufen
und geleitet.

            2. Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.

3. Auf Antrag eines Fünftels der Vereinsmitglieder muß der Vorstand eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit einer, von diesem Fünftel aufgestellten Tages- ordnung einberufen.
 
4. Einladungen zu den Mitgliederversammlungen erfolgen schriftlich und müssen mindestens 10 Tage vorher abgesandt werden.
 
§ 14    1. Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen worden ist.
 
2. Für Satzungsänderungen ist eine zweidrittel Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder erforderlich. Über Satzungsänderungen kann in der Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagungsordnungspunkt bereits in der Einladung zur Mit-gliederversammlung hingewiesen wurde und der Einladung sowohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt waren. Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts-, oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden.
  
3. Das Stimmrecht ruht, wenn ein Mitglied drei Monate seinen Beitrag nicht entrichtete und es vorher an die  Zahlung erinnert worden ist.

 

§ 15     Die Mitgliederversammlung entlastet den Vorstand einmal im Jahr.

 

            VIII. Verwendung der Mittel

§ 16    1. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.

3. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung oder bei Aufhebung keine Anteile des Vereinsvermögen erhalten.

 

IX.  Auflösung und Verlust der Rechtsfähigkeit

§ 17    1. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt sein Vermögen, soweit es
den eingezahlten Darlehen der Mitglieder und den gemeinen Wert der von den Mitgliedern eingebrachten Sacheinlagen übersteigt, an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zur Förderung der Kinder- und Jugendhilfe.
 
2. Beschlüsse über eine künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Genehmigung des Finanzamtes ausgeführt werden.

 

Berlin, im Juli 2005

 

2.2  Leitbild und Selbstverständnis

Leitbild und Selbstverständnis konkretisieren die in der Satzung formulierten Ziele der Vereinsarbeit.

zum Leitbild http://aktion70.de/aktion-70/leitbild.htm

zum Selbstverständnis http://aktion70.de/aktion-70/selbstverstaendnis.html

 

3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt über die Anerkennung als steuerbegünstigte (gemeinnützige) Körperschaft: 

Unsere Arbeit ist wegen der Förderung des Wohlfahrtswesens nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes für Körperschaften I (Steuer-Nr. 27/659/51586) vom 21.12.2012 gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer befreit.

 

4.  Name und Funktion der wesentlichen Entscheidungsträger

Vorstände:                             Dr. Gabriele Bindel-Kögel
 

Dr. Manfred Heßler

 

Rechtsanwalt Benjamin Raabe

Geschäftsführung:

                            Dipl.-Sozialökonom Ulrich Trosch

       

 

5.  Bericht über die Tätigkeiten unserer Organisation

Tätigkeitsbericht 2012

 

Der Verein ist weiterhin im Bereich der Jugendhilfe - Hilfen zur Erziehung und Inobhutnahme - gemäß §§ 27 - 42 SGB VIII sowie der Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten (Wohnungslosigkeit) gemäß  §§ 67 ff. SGB XII tätig.

 

Darüber hinaus engagiert sich der Verein seit 2011 gezielt im Bereich der Wohnraumversorgung für seine Zielgruppen.

 

Aktion´70 e.V. hatte zu Ende 2012 39 Beschäftigte, einschließlich eine Minijobberin, eine Auszu-bildende und eine Freiwillige im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes.

 

Der Verein unterhält im Bereich der Jugendhilfe folgende Einrichtungen:

- Kriseneinrichtung Nogat´7 und angeschlossene Einrichtungen

- Betreutes Jugendwohnen,

- Flexible Betreuung.

 

Er ist von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (SenBJW) als freier Träger der Jugendhilfe im Sinne von § 75 Abs. 1 SGB VIII anerkannt.

 

Kriseneinrichtung Nogat´7

http://aktion70.de/angebote/jugendhilfe/kriseneinrichtung.html

Die Einrichtung ist entgeltfinanziert. Diesbezüglich besteht eine Vereinbarung über Leistungs-angebote, Entgelte und Qualitätsentwicklung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft gemäß § 78a ff. SGB VIII.

 

Ab in’s Leben – Tagesstrukturierendes Angebot (TSA)  in Kooperation mit ‚Die Brücke e.V.‘

http://aktion70.de/angebote/jugendhilfe/kriseneinrichtung/tagesstrukturierendes-angebot.html

Unser Kooperationspartner ‚Obdachlosenhilfe Die Brücke e.V.‘ finanziert dieses Angebot aus nicht-staatlichen Mitteln mit zwei pädagogischen Teilzeitstellen sowie Sachmitteln.

 

Familienrat

http://aktion70.de/angebote/jugendhilfe/kriseneinrichtung/familienrat.html

Die Finanzierung erfolgt über Einzelvereinbarungen mit dem zuständigen Jugendamt.

 

Der Kriseneinrichtung sind die beiden folgenden Einrichtungen angeschlossen:

                                                                                                                                 

Bett auf Zeit

http://aktion70.de/angebote/jugendhilfe/kriseneinrichtung/bett-auf-zeit.html

Das Projekt wird vom Bezirk Neukölln per Leistungsvertrag finanziert.

 

Sprungbrett – Verbindliches Clearing

http://aktion70.de/angebote/jugendhilfe/kriseneinrichtung/sprungbrett.html

Das Projekt wird vom Bezirk Neukölln per Leistungsvertrag finanziert.

 

Betreutes Jugendwohnen

http://aktion70.de/angebote/jugendhilfe/betreutes-jugendwohnen.html

Die Einrichtung ist entgeltfinanziert. Es besteht eine Vereinbarung über Leistungsangebote, Entgelte und Qualitätsentwicklung mit der SenBJW gemäß § 78a ff. SGB VIII.

 

Flexible Betreuung

http://aktion70.de/angebote/jugendhilfe/flexible-betreuung.html

Das Angebot wird über Fachleistungsstunden finanziert. Es besteht eine Vereinbarung über Leistungs-angebote, Entgelte und Qualitätsentwicklung mit der SenBJW gemäß § 78a ff. SGB VIII.

 

Im Bereich der Hilfen für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte (volljährige) Personen gemäß § 67 ff. SGB XII ist Aktion ´70 e.V. als Maßnahmeträger von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales  (SenGS) nach § 75 SGB XII anerkannt.

 

Ambulante Dienste

http://aktion70.de/angebote/wohnungslosenhilfe.html

Das Angebot ist entgeltfinanziert. Es besteht eine Vereinbarung über Leistungsangebote, Entgelte und Qualitätssicherung mit SenGS gemäß § 75 SGB XII.

 

Wohnraumversorgung

In den letzten Jahren war zu beobachten, dass die Versorgung der Betreuten mit Wohnraum angesichts des sich verschärfenden Mietwohnungsmarktes in Berlin immer schwieriger wurde. Der Verein hat es sich daher zum Ziel gesetzt, von Überschüssen, die nicht für die Liquiditätssicherung notwendig sind, kleine Eigentumswohnungen im Stadtgebiet zu erwerben. Diese werden ausschließlich für Betreute zur Deckung ihres Wohnungsbedarfes zur Verfügung gestellt. Bis Ende 2012 konnten bereits fünf Wohnungen bereit gestellt werden. Im Rahmen der verfügbaren Mittel soll diese Strategie in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.

 

Berlin, im Juni 2013

 

 

6.  Personalstruktur (Stand: 31.12.2012)

Anzahl der hauptamtlichen ArbeitnehmerInnen:

36

Auszubildende:    1
Bundesfreiwilligendienst:   1
Minijob: 1
Honorarkraft (Verwaltung): 1

 

 

7. Angaben zur Mittelherkunft     8. Angaben zur Mittelverwendung

Einnahmen- / Ausgabenrechnung 2012 Euro
1.  Umsatzerlöse               1.442.421,44
2.  Sonstige betriebliche Erträge 22.862,04
3.  Spenden, Mitgliedsbeiträge 690,00
4.  Personalaufwand, einschl. Sozialabgaben 1.116.930,27-
5.  Raumkosten 100.773,09-
6.  Einrichtungsmittel 15.481,15-
7.  Reparatur und Instandhaltung 8.223,42-
8.  Versicherungen, Beiträge, Abgaben 10.532,55-
9.  Werbe- und Reisekosten 1.548,49-
10. Pädagogische Mittel, individueller Betreuungsbedarf   35.968,53-
11. Hilfe zum Lebensunterhalt, Lebensmittel 30.736,87-
12. Bürobedarf, Verwaltung 11.764,27-
13. Fortbildung, Supervision 10.172,79-
14. Beratungs-, Buchführungs- und Abschlusskosten 14.760,78-
15. Abschreibungen 8.208,46-
16. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.936,21-
17. Geldverkehr, Zinsen 300,65-
18. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 98.635,95
19. sonstige Steuern 115,41-
20. Jahresüberschuss 98.520,54
21. Rücklagen – Liquidität, Projekt Wohnraumversorgung 98.520,54-
22. Gewinn  0,00

 

Als eingetragener Verein ist Aktion ´70 nicht bilanzpflichtig.

 

9.  Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten, z.B. Mutter- oder Tochtergesellschaft, Förderverein, ausgegliederter Wirtschaftsbetrieb, Partnerorganisation

- keine -

 

10.  Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zuwendung mehr als zehn Prozent unserer gesamten Jahreseinnahmen ausmachen

Einnahmen 2012 T€ %
Gesamt      1.442  
Land Berlin    
Hilfen zur Erziehung, Inobhutnahme (SGB VIII) 1.225,6 85 %

Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer  Schwierigkeiten (SGB XII)                    
118,4 8,2 %
Andere Bundesländer    
Hilfen zur Erziehung, Inobhutnahme (SGB VIII) 98 6,8 %